Die historische Turmuhr auf dem Wolfsberg



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Die Uhr ist noch heute - nach bald 500 Jahren - in Betrieb und es ist faszinierend, die Funktion des Geh- und des Schlagwerks ganz aus der Nähe im Detail zu verfolgen.

Der an die Kapelle auf dem Wolfsberg angegliederte Giebeldachbau dürfte ursprünglich zur Hälfte Teil des Andachtshauses gewesen sein, während der westliche Gebäudeteil früher als Waschhaus, um 1890 herum sogar als chemisches Laboratorium genutzt wurde.

Nach der Übernahme des Wolfsbergs durch die UBS wurde 1972 - 1975 das Gebäudeinnere durch die Architekten Rudolf und Esther Guyer vollständig neu gestaltet.

Der schmale vorwiegend in Holz verkleidete westliche Raum dient heute als Bibliothek. Dieser Raum mit offenem Blick ins Dachgebälk erhielt eine dreiseitig umlaufende Galerie, die über eine neugotische Wendeltreppe erreichbar ist. Diese hatte bis 1975 im alten Schloss als Aufgang ins Dachgeschoss gedient.

Ebenfalls aus dem Schloss stammt das gut erhaltene schöne eiserne Turmuhrwerk an der Westwand; es wurde um 1540 - also einige Jahre später als das Mannenbacher Uhrwerk - von LAURENTIUS LIECHTI (gest. 1545), dem Begründer der Winterturer Uhrmacherdynastie Liechti, angefertigt.

Das dazugehörige Ziffernblatt mit dem Stundenzeiger befindet sich an der westlichen Aussenwand.

Der Zugang zu dieser Uhr ist täglich von 8 - 18 h möglich. Der Wolfsberg liegt nördlich von Ermatingen - etwa 800 m vom Dorfzentrum entfernt.